Propalästinensische Gruppen wollen gegen andere Linke in Leipzig-Connewitz demonstrieren, die angeblich zu israelfreundlich seien. Die Rechten jubeln.
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In den Mobilisierungsaufrufen werden Nagel, das linXXnet und das Conne Island massiv angegriffen. Die Vorwürfe: angebliche Unterstützung der israelischen Armee, Spendenaktionen für israelische Soldaten, ein behauptetes Kufija-Verbot und struktureller Rassismus. Zur Untermauerung werden gewalttätige Vorfälle angeführt: Vermeintliche Angriffe auf palästinasolidarische Infostände an der HTWK, Sachbeschädigungen an einem postmigrantischen Hausprojekt in Plagwitz oder Angriffe auf die Eyüp-Sultan-Moschee im Leipziger Osten.
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Besonders betroffen macht [die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke)], dass sie nach handgreiflichen Vorfällen zu einem Deeskalationstreffen eingeladen hatte, an dem auch palästinasolidarische Menschen teilnahmen, die nun an der Mobilisierung beteiligt sind. Ein Folgetreffen sei geplant gewesen, „ist nun aber obsolet“.
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Besonders brisant ist die Reaktion von rechts. Die rechtsextreme Partei „Freie Sachsen“ begrüßte den Aufmarsch öffentlich. Parteivertreter, darunter Vorsitzender Michael Brück, rahmen die Demonstration als Schlag gegen die „Antifa-Hochburg Connewitz“.

