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Cake day: August 1st, 2024

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  • Das ist der Punkt, den du schreibst: Auf ein Haus bekommst du Kredit, auf ETF‘s nicht. Ich hatte tatsächlich mal überlegt das Haus zu beleihen und in ETF‘s zu gehen als es bei um die 0,5% war. War meiner Frau aber zu „unnormal gedacht“ und ihre Eltern waren schlechte Vorbilder mit Hauskredit. Noch in der Rente nicht abbezahlt.

    Ja, mit dem Haus war Mut zum Tun und Glück. Wir sind allerdings nicht auf Wertsteigerung aus.

    Damals waren die Preise seit 3 Jahren am Steigen und alle so „Wir warten ab. Das wird wieder fallen und dann kaufen wir“

    Wir haben sogar einen Haustausch/upgrade vor 3 Jahren gemacht als die Zinsen explodierten. 3,5% schreckten nicht ab, das kannten wir. Und wir haben ein Traumhaus gekauft, dass sonst nicht zu haben wäre. Es gab genau 2 Interessenten beim Kreditschock.

    Ich kenne Arbeitskollegen, die seit 15 Jahren auf den großen Abschwung warten. Einer hat letztes Jahr gekauft. Er wurde wegen Eigenbedarf aus dem Miethaus gekündigt. Also mit Druck gekauft. Einige trauen sich eben nicht den Schritt zu tun.

    Dir Glückwunsch und ich bin überzeugt, du wirst es nicht bereuen. Über die Jahre gehen Mieten rauf und dein Kredit runter. Zwangssparen hilft beim Vermögensaufbau.



  • Gerd Kommer ist auch ein ETF-Junkie der jetzt selber ETF‘s verkauft. Ein Verkäufer wird wohl niemals sein Produkt schlechtreden, oder?

    Zwar geht Kommer in dem Artikel auf einige Grundprobleme bei Renditeberechnung von Immobilieninvestments ein, vergisst aber den Unterschied von Land und Stadtimmobilien und den Zeitraum einzugrenzen auf 2000 bis 2025. Was bringt einem 1969?

    Und wie bei jedem Investment muss zwangsläufig immer die Steuer mitbedacht werden. Durch die Steuer (Afa) bekommt man zB gut 42% des Investments als Steuererstattung über 25 Jahre zurück.

    Macht er nicht, ist dann auch alles wahnsinnig komplex.

    Als persönliche Anekdote: Haus 2014 gekauft für 380k all-in und 2024 verkauft für 630k netto. Wir hatten 80k EK und sind 10 Jahre später mit 630k rausgekommen. Kredit war da abbezahlt. Unsere Miete war vor dem Kauf bei 1000€ warm * 120 Monate = 120k. D.h. von 200k (80+120) auf 630k in 10 Jahren. Das schafft man mit Aktien nicht. Und wir hatten noch nicht mal so einen krassen unter-2%-Kredit.

    Gegenrechnung: 80k in ETF auf 10 Jahre verdoppelt = 160k. 180k (Differenz Kaufwert minus Miete also was wir in Kredit+Zinsen getan haben) in ETF über 10 Jahre (50%) =270k. D.h. von 200k auf 430k (160+270)

    Aber das war jetzt nur ein Eigenheim. Als Investment käme dann noch 380k * 42% Einkommenssteuerquote drauf. 160k auf 25 Jahre. Gut dafür hat man dann auch den ganzen Nerv mit Mietern.



  • Eine kleine Anmerkung zur Wohnung verkaufen. Je nachdem was sie und du vorhabt, ist es steuerlich günstiger, die Wohnung an dich zu verkaufen.

    Steuervorteil: Es fallen keine Erbschaftssteuern an und du kannst die Wohnung, sofern vermietet, steuermindernd in deiner Einkommenssteuer anrechnen lassen über 25 Jahre. Das ist insgesamt bis zur Hälfte des Verkaufswertes.

    Kein Geld? Dann geben deine Eltern dir einen Verkäuferkredit zu marktüblichen Preise. Du stotterst ihn dann bei ihnen ab. Idealerweise nicht monatliche Zinsen, sondern endfällig. Denn in der Zwischenzeit schenken dir deine Eltern Geld mit dem du den Kredit über Sondertilgung runterzahlst. Als Erbe bekommst du den Kredit, bist Schuldenfrei und konntest die ganze Zeit Steuern sparen.

    Es kommt aber drauf an, was du und deine Eltern vorhaben. Und das Steuerkonstrukt solltest du mit einem guten Steuerberater besprechen und planen.

    Anmerkung: Die wenigsten Steuerberater haben allerdings Ahnung, wie man Steuern spart. Das sind Buchhalter im Auftrage des Staates. Warum? Wer unterrichtet Buchhaltung und nimmt die Prüfung ab? Der Staat!

    Disclaimer: Das ist keine Steuerberatung und ich bin kein Experte. Habe mir das nur angelesen.


  • Du hörst dich an, wie ein Untergangsprophet, hehe. Einen Börsencrash von 50% gibt es nicht und gab es nie. Vielleicht mal vor hundert Jahren.

    Der letzte größere Crash Corona oder Ukraine hat gerade mal 30% gekratzt. Die Börsenwelt ist heutzutage einfach zu „Systemkritisch“ als das man das abstürzen lässt. Die großen Notenbanken machen dann wie irre Stützungskaufe, um die Kurse, und damit die Finanzwirtschaft, stabil zu halten. Es wird keinen großen Börsencrash geben.

    Stell dir doch mal vor: Die Quandts und Tech-Bro‘s dieser Welt wären plötzlich arm? Was meinst du was da vorher losgetreten wird?





  • Nichts Neues, nur zusätzlich mit neuer Studie unterfüttert: Große, etablierte Unternehmen können nur bestehende Geschäftsmodelle verbessern. Neue, gänzliche andere Geschäftsmodelle können diese nicht aufbauen, da die internen Strukturen dem zuwiderlaufen.

    Kurz auch Innovators Dilemma benannt: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Innovator's_Dilemma

    Edit: Das einzig Neue ist der Überbringer der Nachricht. Die IG-Metall kritisiert die Chefetage Innovationshemmend zu sein und widerspricht dem Zeitgeist, die staatliche Bürokratie wäre Schuld an allem.

    Dem möchte ich noch folgenden Gedanken spenden. Deutschland hat das allgemeine Problem, zu viele große, etablierte, marktbeherrschende Unternehmen zu haben. Wenig Mittel- und Kleinunternehmen. Die paternalistische Industriepolitik verfolgt idR den Erhalt von Arbeitsplätzen als oberstes Ziel, wie die Zuschüsse bei Corona gezeigt hat. Firmen die To big to fail (Arbeitsplätze) sind, werden gestützt und gestärkt. ZB Automobilbau. Andere Firmen werden zum Schutz der Etablierten geopfert zB Solarindustrie, Windindustrie vs. China als Autokunde und Energiekonzerne.

    Mit so einer Politik ist es einfach extrem schwierig ein neues Geschäftsfeld/ neue Industrie aufzubauen und richtig groß zu machen. Das klappte bisher in DE nur in der IT, da Computer ganz neu waren und keine Etablierten den Schutzdchirm der Politik bekamen.





  • Bitte beschäftige dich mal intensiver mit dem Thema Rente mit 63.

    • Es wird vornehmlich von Besserverdienern gemacht.

    • Es machen bis zu 50% der Renteneintritte pro Jahr.

    • Es kostet den Staat zusätzliche 10 Mill.€ pro Jahrgang (die woanders fehlen)

    • Diese Besserverdiener arbeiten oft anschließend in der Rente Teilzeit weiter. Das widerspricht dem Grundgedanken einer gemeinschaftlich finanzierten Rente und ist eine reine Steuervermeidungsstrategie mit Lifestylefaktor.

    • Menschen mit niedrigen Löhnen können nicht erlauben mit 63 in Rente zu gehen, da reichen die ~48% Rente vom Lohn einfach nicht.

    • Menschen mit niedrigen Löhnen/ Rente arbeiten häufig nach Renteneintritt (mit 67) weiter.

    Ich finde, die Rente mit 63 ist nicht solidarisch und sollte abgeschafft werden. Ich sehe nicht ein besserverdienende Rentner zu finanzieren und dann bei den Schulen, Vereinen und Infrastruktur sparen zu müssen.




  • IPO‘s sind immer überzeichnet und fallen nach einigen Tagen!

    Ich habe mal eine Statistik gesehen, bei der das in den IPO‘s der letzten 30 Jahren nachverfolgt wurde. Es war, glaube ich, einer (!) bei dem es keine Rücksetzer gab.

    Ein Grund für die Überzeichnung sind btw. ETF‘s, die bei einem IPO direkt kaufen müssen. Denn sobald ein Unternehmen in einem Index auftaucht, den der ETF abbildet, kauft er dieses.

    Manche Indexe haben deshalb Wartezeiten zur Aufnahme. Das war auch ein Thema bei dem SpaceX IPO. Da hat Nasdaq es direkt gelistet und alle Nasdaq-ETF‘s damit automatisch gekauft. S&P500 Index hat es jedoch nicht gelistet.

    China ist allerdings ein anderes Haifischbecken mit anderen kryptischen Regeln.