

Der Dienst an der Gesellschaft ist uralt. Die Menschen haben immer gegenseitig eingestanden. Sei es mit Nachbarschaftshilfe, gemeinsamen Deichbau, Feuerwehren, und was auch immer. Das ist ein Geben und Nehmen. Und nie ein Aufrechnen.
Oder rechnest du die Nachbarschaftshilfe auf? Oder wenn du einem Freund hilfst, seinen PC geradezubiegen? Da ist kein Geld und kein Aufrechnen im Spiel. Im Gegenteil, du würdest dir die Freundschaft kaputt machen, wenn du ihn bezahlen wolltest oder umgekehrt Geld verlangst.
Das gibt es auch im Großen, in der Dorfgemeinschaft, in der Stadtgemeinde und im Staat.
Dein Argument ist nun hauptsächlich, warum soll ich der Gemeinschaft etwas geben und wie viel bekomme ich dafür?
D.h. du ziehst den Dienst an der Gemeinschaft in die martktwirtchaftliche Sphäre. Du sagst, ich mache nur etwas gegen Geld und Gegenwert. Ich werde der Gemeinschaft nicht dienen, sondern nur gegen Geld.
Das ist eine - auch wenn du es nicht merkst - zutiefst neoliberale Sicht auf die Menschen: Jede Aktion muss einen Gegenwert haben. Individualisiert, atomar, egoistisch.
Auch wenn du es nicht wahrhaben möchtest, ist es die soziale Pflicht der Menschen als Gemeinschaft einander beizustehen. Jeder mit dem, was er geben kann.
Landesverteidigung ist eine Sache, die keine Eltern von Kindern, keine Alten und auch keine Schwangeren machen können. Frauen eher in begrenzten Feldern. Armeen etc sind in der Menschheitsgeschichte immer mit jungen Menschen besetzt gewesen aus diesem Grunde. Das musst du nicht gut finden, so ist es aber leider.
Wir leben leider in Zeiten, die nicht mehr so friedlich sind, wie die letzten 20 Jahre. Da muss sich unsere Staat leider wehrhaft zeigen, denn so ein Putin hält alles andere vermutlich für eine Einladung.
Ich habe auch Wehrdienst bzw Zivildienst abgeleistet. Es ist keine Zwangsarbeit, eher das Gegenteil.
Edit: Ich kann den Frust über die Vermögensungleichheit und die verminderten Chancen verstehen. Ich lege dir ans Herz, dich ein wenig mit vorherigen Generationen zu beschäftigen. So bis zu 100 Jahre zurück. Dann bekommst du eine Idee in was für einer großartigen Zeit du lebst und welche unglaublichen Lebensmöglichkeiten du heute hast. Gegenüber früheren Jugendlichen.















Ich werde hier jetzt nicht die CxU Politik verteidigen. Die finde ich auch bescheiden.
Um beim Bild des Gamer Kumpels zu bleiben: Vor ein paar Jahren war er regelmäßig bei dir hat dir Wasserpistolen geliehen, die Actionfiguren geschenkt und das zweite Walkietalkie gegeben. Hast du nur vergessen, weil es so lange her ist.
Der Staat hat dir bisher bei der Schule geholfen, Freibädern, Nahverkehr, Spielplätzen und so weiter und so fort.