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Cake day: 2024年8月1日

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  • Mmmnaja, das kann man aber auch von Rentern sagen: “Wie manche Rentner sich benehmen, ist unter aller Sau.”

    Oder Autofahrer: “Wie manche Autofahrer fahren, ist echt haarstraeubend.”

    Also würde ich das nicht spezifisch als Kinderproblem sehen - wegen den obigen Gegenchecks.

    Vielleicht ist es eher so, dass wir früher gewohnt waren, dass Kinder die Klappe halten, aufs Wort gehorchen, machen was gesagt wird. Oder kurz: keine Rechte haben und kein Standing haben dürfen.

    Ich finde in den letzten Jahren hat sich sehr viel positives an den Kinderechten getan und die Kindererziehung ist allgemein viel fürsorglicher geworden. Kinder werden als Person gesehen.

    Wenn der Jürgen am Essenstisch wieder und wieder über Habeck schimpft, dann nervt das und wird hingenommen.

    Wenn Finn zu viel Restenergie am Essenstisch hat und mit den Kartoffeln rumschnipst, dann wird geschimpft um ihn zu kontrollieren und zur Ruhe zu bringen.

    Natürlich nervt das und ist anstrengend. Vor 20 Jahren wären Finn dann in den Nebenraum gesetzt worden, wo er alleine essen soll. Um ihn zu domestizieren.

    Vor 40 Jahren hätte es eine Ohrfeige gegeben.

    Vor 60 Jahren das Lineal auf die Finger.

    Ich finde es schon gut, wie es heute ist. Kinder sollen sich auch mal trauen gegenzuhalten und Widerstand zu wagen. Diese Scheisse mit dem ganzen Kindesmissbrauch in der Kirche, Schullandheimen, Pfadfinderlagern, Sportclubs und Sängerknaben funktionierte nur, weil Kinder es gewohnt waren unterdrückt zu werden.





  • Ich verstehe das Argument Überwachung absolut nicht und halte es für vorgeschoben.

    Eine Altersbeschränkung ist keine Lösung, da so extrem sensible Daten, welche sehr leicht für Massenüberwachung und noch stärkere Algorithmen genutzt werden können, so gesammelt werden.

    Denn bei einem Verbot unter 16 müsste man sich erst ab 16 ausweisen. Um eine SIM-Karte zu bekommen, musst du dich auch jetzt schon ausweisen. Mal so am Rande. Wo ist da das Problem?

    Überwachung?!?! Hast du eine Idee wie gläsern wir bereits sind? Die Werbeindustrie weiß alles über uns und unsere Daten (Bewegungsdaten, Surfdaten, Kaufdaten,…) werden in immer größere Töpfen aggregiert. Du bist JETZT schon nicht mehr anonym im Netz. 3-4 Datenpunkte reichen, um dich im Big Data Topf zu finden. Wie Studien gezeigt haben. Aber das ist allen egal, weil ist halt so im Netz, oder?

    In Summe gibt es bereits Ausweispflicht für Handys und Überwachung.

    Stell dir vor dein Kind wäre queer, es gibt aber im erweiterten Umfeld keine queeren Menschen. Würde es dem Kind besser gehen, wenn auch noch die Möglichkeit, online Kontakte zu knüpfen entfernt wird?

    Sorry, aber muss man für den Vorteil einer Minderheit den Nachteil für die Mehrheit in Kauf nehmen? Nach meinem Demokratieverständnis nicht. Den Nachteil einer Minderheit sollte man glattbügeln, aber einen Vorteil einiger paar müssen viele erleiden?

    Wo machst du dann die Grenze? Ein paar Überreiche dürfen weiterhin im Privatflieger jetten, weil sie unter sich bleiben möchten, aber alle anderen Normalos nicht? Mal so als krasses Beispiel. Nö, finde ich ungerecht.

    Edit: Es spricht ja nichts dagegen, dass sich queere Menschen per Laptop online austauschen. Muss ja nicht über den Suchtfaktor Smartphone laufen.



  • Mit 12 Jahren bist meist in der 6 oder 7. Klasse. Das ist doch komplett unrealistisch, die Kinder bis dahin von Smartphones fernzuhalten. Das fängt schon in der dritten Klasse an (9 Jahre).

    Der sogenannte Netzwerkeffekt sorgt dafür, dass man (a) sein Kind zum Aussenseiter katapultiert ohne SM oder (b) der Scheiss mit dem ständigen Kontrollieren anfängt.

    Da du offensichtlich keine Kinder unter 12 Jahren hast, lass dir gesagt sein: Es ist nicht möglich die Handynutzung der Kinder einzuschränken. Nur das Handy wegnehmen funktioniert zuverlässig. Also Handy abends auf dem Küchentisch. Musst du allerdings immer wieder einfordern. Parental control ist ein Witz. Es nervt. Man ist immer der Böse und trotzdem wird es oft umgangen. Oder Social Engineering bei der gestressten Mutter für mehr Appzeit.

    Diese bekackte Situation hast du nicht, wenn eine Altersbeschränkung kommt. Gerne auch für Smartphones allgemeine, nicht nur SM.

    Ich finde es eine Frechheit, Kinder und Jugendliche eine suchterzeugende, konsumsteigernde und Überwachungsphantasie-anregende Technologie auszusetzen und dann als Regierung den Eltern zu sagen - IHR MÜSST DOCH EINFACH NUR MEHR MEDIENKOMPETENZ VERMITTELN dann wird alles gut. Nix wird gut.

    Ich kenne mich Medien, Medienkritik, Informatik und Technologie ganz gut aus. Und ich schaffe es auch nicht meinen Kindern einen bewussten Umgang mit dem Handy und SM beizubringen. Geschweige denn ChatGPT. Wie zum Teufel sollen es bitte Eltern ohne diesen Hintergrund schaffen? Gar nicht sage ich dir.

    Ich weiß wo meine Grenzen sind. Und gegen diese Metastruktur von Handy, SM, Chatbots, Apps undsoweiter kann ich als kleiner Mensch nicht ankämpfen. Da muss die Regierung übergeordnet ansetzen.