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Cake day: August 1st, 2024

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  • Der Dienst an der Gesellschaft ist uralt. Die Menschen haben immer gegenseitig eingestanden. Sei es mit Nachbarschaftshilfe, gemeinsamen Deichbau, Feuerwehren, und was auch immer. Das ist ein Geben und Nehmen. Und nie ein Aufrechnen.

    Oder rechnest du die Nachbarschaftshilfe auf? Oder wenn du einem Freund hilfst, seinen PC geradezubiegen? Da ist kein Geld und kein Aufrechnen im Spiel. Im Gegenteil, du würdest dir die Freundschaft kaputt machen, wenn du ihn bezahlen wolltest oder umgekehrt Geld verlangst.

    Das gibt es auch im Großen, in der Dorfgemeinschaft, in der Stadtgemeinde und im Staat.

    Dein Argument ist nun hauptsächlich, warum soll ich der Gemeinschaft etwas geben und wie viel bekomme ich dafür?

    D.h. du ziehst den Dienst an der Gemeinschaft in die martktwirtchaftliche Sphäre. Du sagst, ich mache nur etwas gegen Geld und Gegenwert. Ich werde der Gemeinschaft nicht dienen, sondern nur gegen Geld.

    Das ist eine - auch wenn du es nicht merkst - zutiefst neoliberale Sicht auf die Menschen: Jede Aktion muss einen Gegenwert haben. Individualisiert, atomar, egoistisch.

    Auch wenn du es nicht wahrhaben möchtest, ist es die soziale Pflicht der Menschen als Gemeinschaft einander beizustehen. Jeder mit dem, was er geben kann.

    Landesverteidigung ist eine Sache, die keine Eltern von Kindern, keine Alten und auch keine Schwangeren machen können. Frauen eher in begrenzten Feldern. Armeen etc sind in der Menschheitsgeschichte immer mit jungen Menschen besetzt gewesen aus diesem Grunde. Das musst du nicht gut finden, so ist es aber leider.

    Wir leben leider in Zeiten, die nicht mehr so friedlich sind, wie die letzten 20 Jahre. Da muss sich unsere Staat leider wehrhaft zeigen, denn so ein Putin hält alles andere vermutlich für eine Einladung.

    Ich habe auch Wehrdienst bzw Zivildienst abgeleistet. Es ist keine Zwangsarbeit, eher das Gegenteil.

    Edit: Ich kann den Frust über die Vermögensungleichheit und die verminderten Chancen verstehen. Ich lege dir ans Herz, dich ein wenig mit vorherigen Generationen zu beschäftigen. So bis zu 100 Jahre zurück. Dann bekommst du eine Idee in was für einer großartigen Zeit du lebst und welche unglaublichen Lebensmöglichkeiten du heute hast. Gegenüber früheren Jugendlichen.



  • Du schreibst es ja selbst - man besitzt keine Arbeitnehmerrechte. Es ist eben ein Dienst. Ein Zwangsdienst, wenn du es so willst. Jedoch ist ein Dienst immer mit gesellschaftlichen Zwang unterlegt. Es ist eine uralte gesellschaftliche Treue und Fürsorgepflicht.

    Mal ein Blick in die Geschichte. Lehnsdienst und Lehnswesen:

    Der Lehnsherr, welcher der rechtliche Eigentümer von Grund und Boden oder bestimmter Rechte war, verlieh diese dem Lehnsempfänger auf Lebenszeit. Dafür musste der Lehnsempfänger dem Lehnsherrn persönliche Dienste leisten. Dazu gehörten z. B. auch das Halten des Steigbügels, die Begleitung bei festlichen Anlässen und der Dienst als Mundschenk bei der Festtafel. Beide verpflichteten sich zu gegenseitiger Treue: Der Lehnsherr zu Schutz und Schirm, der Lehnsempfänger zu Rat und Hilfe. Weiterhin waren Lehnsherr und Vasall einander zu gegenseitiger Achtung verpflichtet, d. h. auch der Lehnsherr durfte seinen Lehnsempfänger per Gesetz nicht schlagen, demütigen oder sich an seiner Frau oder Tochter vergreifen.

    https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Lehnswesen

    Ein Blick ins Beamtenrecht:

    Der Dienstherr ist die öffentlich-rechtliche Institution, die Beamte beschäftigt und deren Rechte und Pflichten regelt. Er besitzt umfangreiche Weisungs- und Kontrollrechte im vollen Umfang gegenüber den Beamten. Der Dienstherr trägt eine umfassende Fürsorgepflicht, die verschiedene Punkte wie Schutz, Unterstützung und Gesundheitsvorsorge der Beamten umfasst. Bei Pflichtverletzungen kann der Dienstherr Disziplinarmaßnahmen ergreifen, Beamte können aber auch Ansprüche gegen den Dienstherrn geltend machen.

    Etymologie - Herkunft der Wörter

    dienen Vb. ‘für jmdn. etw. tun, ihm helfen, abhängig sein’, ahd. thionōn (8. Jh.), mhd. dienen, asächs. thionon, mnd. dēnen, mnl. nl. dienen, anord. (aus dem Mnd.?) þjōna, schwed. tjäna (germ. *þewanōn) ist eine mit -n- erweiterte Ableitung von germ. *þewa- ‘Sklave, Knecht’, das in got. þius ‘Knecht’, urnord. þewaʀ ‘Diener, Lehnsmann’, aengl. þēo(w) ‘Diener, Knecht, Unfreier’ bezeugt ist

    https://www.dwds.de/wb/etymwb/Dienst

    Wogegen Arbeit, arbeiten immer aus der Notlage, einer Verschuldung, einer Versklavung oder ähnlichem herkommt. Arbeit ist immer mit asymmetrischer Macht verknüpft. Dem Geld bezahlenden und den Geld empfangenden. Und es ist immer Geld im Spiel, da Geld immer ein Mittel zur Machtausübung und Unterdrückung war.

    Dienste ausüben jedoch nicht. Dienste übt man auch unentgeltlich aus.

    Arbeit f. ‘zweckgerichtete körperliche und geistige Tätigkeit des Menschen, Produkt dieser Tätigkeit, Werk’, ahd. arbeit f., arbeiti n. ‘Mühsal, Plage, Anstrengung, Ertrag der Arbeit’ (8. Jh.), mhd. ar(e)beit f. n., asächs. arƀed, arƀid f., arƀedi n., mnd. arbēt m. n. f. (daraus schwed. arbete und dän. arbejde), mnl. arbeit m. f., nl. arbeid m., aengl. earfoþe, earfeþe n., anord. erfiði n., got. arbaiþs f. lassen sich, soweit es das ursprüngliche (mehrfach zu einem neutralen Stamm umgebildete) Femininum betrifft, zurückführen auf germ. *arƀējiðiz ‘Mühsal’, das als Abstraktbildung zu einem untergegangenen germ. ēn-Verb *arƀējō ‘bin verwaistes und daher aus Not zu harter Arbeit gezwungenes Kind’ angesehen werden kann. Damit ist eine Verbindung zu ie. *orbh- ‘verwaist, Waise’ (s. 1Erbe) hergestellt, von dem sich vermutlich auch arm (s. d.) herleitet

    https://www.dwds.de/wb/etymwb/Arbeit

    Oder um es drastisch und kurz auszudrücken:

    • Der Gefallen ist der Bruder vom Dienst.
    • Die Arbeit ist die kleine Schwester der Sklaverei.




  • Ja klar, die hier geborenen oder Jungen werden die Vorteile einer freien Gesellschaft annehmen.

    Nur sind das eben auch nicht alle. Und es dauert einige Zeit. Und die Vorteile betreffen eher die Frauen, weniger die Männer.

    Was macht man dann mit den Älteren, die sich nicht mehr anpassen können oder wollen? Wie weit soll man das tolerieren, wie weit „durchfüttern“, wie lange geben & fördern?

    Und ab wann sollte man einfordern, verlangen und Grenzen setzen? Bis wohin geht man beim Grenzen setzen?

    Meiner Meinung nach ist einer der Kernprobleme die intransparente Verquickung von humanitärer Hilfe (Flüchtende) und Arbeitskräftezuzug (Wirtschaftsmigestion). Dann passieren so Sachen, wie Syrer oder Afghanen, die eine Ausbildung gemacht haben, arbeiten und plötzlich ausgewiesen werden. Das ist doch Scheiße für alle.

    Warum nicht klare Regeln, klare Kontingente für Flüchtende und Arbeitskräfte? Die Politik hat irgendwie Angst, den Bürgern die Wahrheit zu sagen, oder?

    Für eine Kontigentregel gibt es eine deutliche Mehrheit, denn das ist eine gesteuerte Zuwanderung mit Auswahl und weniger Problemen im Nachhinein.

    Das Gleiche bei humanitärer Hilfe. Da ist es weitgehend egal und die müssen später wieder zurück. Oder man integriert eben. Aber auch gesteuert und nicht, wer als erstes übers Meer, durch die Wüste und im LKW überlebt. Sondern direkt aus den Ländern und Notlagen holen.





  • Ich vermute, es hat viel mit Identität zu tun und wird daher schwer verteidigt. Kompromisse auf dem Feld sind schwer mit der Persönlichkeit vereinbar. Da wird dann auch an logisch inkonsistenten Positionen festgehalten.

    Ich sehe es so wie du. Jeder soll leben, glauben und lieben, wie er/sie möchte, solange es andere Menschen nicht negativ beeinflusst. Menschliche Grundrechte stehen für mich über der Religionsfreiheit, denn dafür haben sich die Religionen in der Vergangenheit im Namen eines Höheren zu sehr an den Menschenrechten vergriffen.

    Wie bei Verstössen gegen Menschenrechte umgegangen werden sollte, ist ein echt schwieriges Feld. Das hat überlasse ich lieber Juristen und Politikern.

    Ob ein „deutscher“ Islam das Problem mit Frauenrechten löst, wage ich zu bezweifeln. Dafür ist das oft zu sehr verquickt mit lokalen Traditionen.

    Nimm zB die Wahhabiten (Islam, Sunniten, Saudi Arabien). Kein Islamismus und trotzdem echt krass. In meiner Stadt gibt’s einen Stadtteil, wo recht viele Frauen voll-verschleiert im Nikab (nur Augenschlitz frei) rumlaufen. Finde ich nicht okay und sehe es als Statement gegen Werte, die unsere Kultur vertritt. Frauen- und Männerwelten sollen nicht getrennt sein.

    Nimm das Thema Zwangsbeschneidung und Kinderehen. Das ist Gewalt gegen Kinder.

    Da brauchst du Aussteigerprogramme, wie bei Nazis, Mafia, Clan, o.ä. Das ist jetzt kein Scherz. Wie will denn da eine Frau aus so einer geschlossenen Gesellschaft innerhalb Deutschlands „aussteigen“? Ohne finanzielle Mittel, ohne Freundesnetzwerk?

    Ich denke, das Grundproblem ist, dass die meisten Migranten in DE und Europa aus ländlichen Regionen aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Türkei kommen. Da ist der Islam traditionell und die Traditionen auf dem Stand von vor 200 Jahren. Da trifft sozusagen Mittelalter auf Moderne bei der Zuwanderung.

    Es gibt ja auch modernen und toleranten Islam. Meist in den Städten. Da wandert ab keiner ab, denn Migration hat hauptsächlich wirtschaftliche Gründe. Und schlecht geht es den Menschen auf dem Land, in den Dörfern.

    Meine 2 Cents dazu





  • This is actually what Ted Kaczynski said.

    He argued that most people spend their time engaged in ultimately unfulfilling pursuits to cope with these abnormal conditions; he called these “surrogate activities”, wherein people strive toward artificial goals, including scientific work, consumption of entertainment, political activism, and following sports teams. Kaczynski states people do “surrogate activities” to satisfy the “power process” in which people strive to be independent and to achieve power over themselves.

    He predicted that technological advances would lead to extensive and ultimately oppressive forms of human control, including genetic engineering, and that human beings would be adjusted to meet the needs of social systems rather than vice versa.

    In the end, Kaczynski predicted that with the rise of artificial superintelligence, the mass of the population would become a “useless burden on the system”, and the elite would either keep them in a genetically manipulated state of subservience or eliminate them altogether.

    This guy had a high IQ and studied in elite universities. I‘m not advocating his actions (killing people) but see his strong forewardthinking. I hope humankind doesn‘t walk the dark path ge described.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ted_Kaczynski




  • Kann ich schon verstehen, denn der Crash beim Dot Com Boom war schon beachtlich. Mir war damals Geld egal, deshalb habe ich nicht investiert. Hätte mir sonst auch die Finger verbrannt.

    Ich erinnere mich noch sehr gut an ein paar lustige Situationen zu der Zeit:

    Mein damaliger Weeddealer - Typ Harekrishna - hatte ständig NTV an wegen dem Börsenticker. Erzählte mir beim Rauchen, dass er fett in den IPO von Condomi investiert hat, weil Sex gaben sie ja alle.

    Habe damals ein Internetstartup mit Freunden gegründet. Videostreaming. Konnte kaum einer was mit anfangen, weil die Dinger Daumennagelgroß waren durch ISDN-Datenrate. Bei drei Söhnchen von reichen Unternehmern untergemietet. Die wollten mit Internet-Lotto das dicke Ding machen. Waren ganz erstaunt, dass Webseiten auf Netscape anders aussahen als auf Explorer. Die haben monatlich eine Menge Geld verbrannt. Weia. Aber die hatten es ja. Nach dem Crash wollte keine Firma mehr Videostreams haben. Ende Startup.

    Ein Bekannter hat damals fett abgesahnt. Typ Nerd, der mit blasser Haut im Hochsommer rumläuft. Hat aber auch echt Ahnung. War Mitgründer einer Werbeagentur, die riesig geworden ist. Er hat sich auszahlen lassen. Vor dem Crash. Hat sich dann einen Wald gekauft und eine kleine Turboprop. Und den ersten Prius, der damals mehr als ein Porsche gekostet hat. Der arbeitet nur noch aus geistigem Interesse.

    So genug Anekdoten.