• trollercoaster@sh.itjust.works
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      4 days ago

      Noch schlimmer. Die Inflation bei Dingen, die unverzichtbar sind und einen größeren Anteil an den Ausgaben von Leuten haben, die nicht so viel Geld haben, dass sie ständig zum Spaß den ganzen Standardwarenkorb hoch- und runterkaufen können, (Wohnen, Energie, Lebensmittel) ist noch höher.

    • Melchior@feddit.org
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      5 days ago

      Im Vergleich zu 2020 stimmt das, aber zum Vorjahr wuchsen die Löhne um 3,6% und die Inflation war 2,4%.

      • Don_alForno@feddit.org
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        5 days ago

        Der Artikel beginnt mit

        Seit 2020 haben sich Arbeitsstunden um ein Fünftel verteuert.

        und darum habe ich diesen Vergleichszeitraum gewählt.

        Das einzelne Jahr sagt doch überhaupt nichts aus, wenn wir uns heute grade mal wieder dem Reallohnniveau von 2019 annähern.

        • Melchior@feddit.org
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          5 days ago

          Das einzelne Jahr sagt doch überhaupt nichts aus, wenn wir uns heute grade mal wieder dem Reallohnniveau von 2019 annähern.

          Doch das tut es, denn es zeigt halt dass der Trend in die richtige Richtung geht. Das ist praktisch die Coronakrise und dann die Energiekrise, welche die Inflation gesteigert haben. Die sind mittlerweile gelöst und es gibt seit 2023 jedes Jahr Reallohnwachstum.

          • Don_alForno@feddit.org
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            4 days ago

            Es sagt genau überhaupt nichts aus im Sinne des hier angeschlagenen alarmistischen Tonfalls, wie teuer unsere Arbeitsstunden doch sind. Die Arbeitnehmer in Deutschland haben ihre Verluste aus der Coronakrise immer noch nicht wieder ausgeglichen (anders als das Kapital), und unsere Qualitätsmedien tun schon wieder so, als würden wir den Hals nicht voll bekommen, während Wirtschaftsweise sich wundern, warum die Binnennachfrage nicht in Gang kommt.

            • Melchior@feddit.org
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              4 days ago

              Die vernüftige Überschrift wäre etwas wie:

              “Steigende Reallöhne nähern sich Vorcoronaniveau an”

              Dein Vorschlag von:

              “Löhne steigen langsamer als Verbraucherpreise - Deutsche Arbeitnehmer werden immer ärmer.”

              Stimmt tatsächlich auch nicht wirklich, da die Arbeitskosten weniger stark gestiegen sind als die Reallöhne. Die waren am Ende von 2025 nur 0,55% unter dem Niveau von 2019. Da könnten wir bei ähnlichen Wachstum mittlerweile fast wieder auf dem Niveau sein.

          • SpongyAneurysm@feddit.org
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            5 days ago

            Die Analyse müsste aber dann doch lauten: Reallöhne steigen wieder, hinken aber langfristig immer noch der notwendigen Steigerung hinterher.

            Es ist allgemein etwas begrenzend, nur einzelne Zahlen herauszupicken. Ein Diagramm über einen längeren Zeitraum ist viel aussagkräftiger.

      • kossa@feddit.org
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        5 days ago

        Medianbrutto von ca. ~54.000 € macht ~64.100€ Arbeitgeberbrutto. Das sind bei 40h Woche etwa 36€ pro Stunde. Bleiben etwa 16.000 € pro Angestellte für Arbeitsmittel etc. Eigentlich noch mehr, hatte jetzt den Urlaub rausgerechnet, aber ist ja eigentlich “bezahlter Urlaub”. Plus “bereits abgegoltene Überstunden” sind da in der Rechnung gar nicht drin.

        Kommt schon hin.

        • smokeysnilas@feddit.org
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          5 days ago

          Das ist jetzt nicht meine tagtägliche Arbeit, aber so wie ich das aus dem Projektmanagement kenne wird der Bruttolohn eher verdoppelt von der Größenordnung her. Jedenfalls durfte ich solche Kalkulationen mal für öffentlich geförderte Projekte anstellen und da waren die Zahlen so. Mag jedoch auch am Wasserkopf im öffentlichen Dienst liegen.

          • kossa@feddit.org
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            5 days ago

            Glaube das liegt eher daran, dass man für geförderte Projekte immer random mehr veranschlagt. Haben wir bei uns damals (öffentliches Unternehmen) auch immer gemacht, weil tlw. die Fördertöpfe doof sind (also bspw. Personal wird zuviel gefördert, aber Sachmittel zu wenig). Down the line wird dann fröhlich umgewidmet, das ist immer stressfreier, weil das Budget des Fördermittelgebers dann schon verplant ist und damit eh alles egal. Plus manche Förderungen haben auch pauschal einfach 20% auf die Lohnkosten aufgeschlagen, als Overhead. Aber das sind ja dann nicht die “realen Kosten” gewesen.

            • smokeysnilas@feddit.org
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              5 days ago

              Da gibt’s aber starre Regeln, im ÖD wird auch nach Tarif bezahlt usw. die Gehälter stehen fest und sind bekannt. Trotzdem schreiben die Projektträger hochoffiziell vor, dass die Personalkosten für Mitarbeiter Stufe X mit einer Summe zu veranschlagen sind die ca. seinem doppelten Brutto entspricht.