Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

  • squirrel@cake.kobel.fyi
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    5 days ago

    Ich habe seit langem mal wieder eine Serie von vorne bis hinten geschaut. Troppo, ist verfügbar auf filmfriend (dem Streamingdienst der Bibliotheken). Krimi/Drama das in Australien spielt. Sehr spannend, teilweise auch sehr gewalttätig, aber mit sehr interessanten zwischenmenschlichen Dynamiken.

    Dann habe ich Alpha Boys von Aurel Mertz als Hörbuch auf Libby (eBook- und Hörbuchdienst der Bibliotheken) gehört.

    Zitat:

    Die Alpha-Bewegung ist ein allumfassender Scam, der sich durch jede Sparte des rückschrittlichen Denkens und ebensolcher Handlungsweisen zieht, mit dem Ziel orientierungslosen und von der Gesellschaft abgehängten Männern alles Geld aus der Tasche zu ziehen, bis sie selbst bereit sind Schwächere auszunehmen.

    Und auf Grund dieses Vortrags von der Gulaschprogrammiernacht angefangen ein eigenes Musikarchiv aufzubauen. Gute Zusammenfassung des Vortrags, geschrieben von trem hier auf feddit. Hab zwar ein Qobuz Streamingabo, aber da sind teilweise Alben monatelang nicht verfügbar aus irgendwelchen Lizenzgründen. Jetzt läuft ein Navidrome-Server mit mittlerweile +80 Alben bei mir.

    Ich mag Bibliotheken.

  • Asinus@feddit.org
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    5 days ago

    Ich habe das Traumzeit-Festival im Landschaftspark Nord in Duisburg besucht.

    Dort bin ich - nicht nur Sommer - wegen des tollen Geländes sowieso sehr gerne. Nun gab es noch leckeres, vielseitiges Essen und ein schöne Musik dazu.
    Das Ganze hatte irgendwie einen Flair wie ein kleines Stadtfest. Dabei gar nicht überfüllt. Das war echt eine sehr angenehme Stimmung und Atmosphäre dort.

    Die Konzerte waren schön und ich war eher von den kleinen Bands als den Größeren, die ich schon kannte, positiv überrascht.

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    6 days ago

    Das schweigende Klassenzimmer ist ein Buch über eine 12. Klasse in der DDR, welche während des Ungarnaufstands 1956 eine Schweigeminute hält und die Kreise, die diese Aktion hinter sich herzieht, wo am Ende fast die ganze Klasse flüchtet und sogar einige der Familien. Geschrieben von einem der Schüler in den 2000ern nach Interviews und vor allen Einblicken in die staatlichen Akten, wird gut dargestellt, wie der Staat versuchte die Deutungshoheit zu bekommen und wie aus einer Mücke ein Elephant gemacht wurde. Und es eskalierte eigentlich nur, weil ein hohes Tier meinte sich einmischen zu müssen und selber das Problem zu lösen, aber zu unfähig dazu war. Teil dieses Problems war auch, weil sie nicht akzeptieren konnten, das es keine Rädelsführer und intrikanten Hintermänner gab, sondern die Schüler von sich aus mit der Situation unzufrieden waren. Und das durfte es natürlich nicht geben.

    Der Schreibstil ist zwar recht umgangssprachlich und wenig professionell, aber das finde ich nicht so schlimm, da es ja auch eine Erzählung der eigenen Geschichte ist. Kann ich sehr empfehlen und gibt auch irgendwo einen kleinen Einblick in die damalige Zeit noch vor dem Mauerbau.

    Vor allem interessant fand ich die Beschreibung der Gedanken der jungen Menschen, die in der Schule das Ideal des Humanismus und der Aufklärung beigebracht bekommen haben und dann aber in der Realität sehen, dass der Staat sich nicht selbst daran hält und blinden Gehorsam fordert. Diese Diskrepanz war nicht überbrückbar. Und gemeldet ghatte die ganze Sache übrigens nicht die Schule, sondern die Familie von einem der Schüler. Das Resultat war trotzdem, dass alle ausgeschlossen wurden. Das hatte sich die meldende Person vmtl. anders vorgestellt.

  • ComfortableRaspberry@feddit.org
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    5 days ago

    Ich sehe mir gerade den ersten Teil der Serienverfilmung von “100 Jahre Einsamkeit” an und bin sowohl inhaltlich als auch von der Umsetzung selbst sehr begeistert.

    Die Geschichte begleitet Ursula und Jose Arcadio Buendia. Die beiden verlassen bald nach ihrer Hochzeit das Dorf um gemeinsam mit Freunden einen neuen Ort zum Leben zu finden, frei von den Zwängen ihrer aktuellen Heimat.

    Nach längerer Reise entschieden sie ein neues Dorf zu gründen: Macondo.
    Aufstieg und Fall der Familie Buendia und des Ortes Macondo bilden nun den Rahmen für den Rest der Episoden. Inhaltlich geht es aber zügig vorwärts. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und es gibt bisher nur 8 Episoden (Teil 1, Teil 2 erscheint im August, wird vermutlich ähnlich lang sein).

    Gefallen hat mir auch sehr wie über das Mittel der Alchemie das eine oder andere mystische Element eingebaut wurde. Für mich eine sehr gelungene Kombination. Die tolle Regie ergänzt das Paket noch zusätzlich.

    Gezockt habe ich auch Mal wieder etwas mehr:

    • Hell Clock kleines Spiel aus Brasilien, dass sich sehr lose mit dem Krieg um Canudos befasst, bei dem damals fast alle Bewohner des Dorfes getötet wurden. In Diablo Rift Manier schießt ihr euch durch die Level, sammelt viele bunt leuchtende Dinge, verbessert euren Charakter und macht den gleichen Spaß nochmal.

    Es gibt 4 Akte mit überschaubarer Story. Wenn ihr den Timer (die namensgebende Hell Clock) aktiviert habt, gibt’s pro run nur eine begrenzte Zeit.
    Pistolen sind die einzigen Waffen, aber ihr könnt über einen Skill Tree und Trinkets eigene builds bauen.

    • The Taumaturge als Wiktor Schulzki streift ihr hier durch das Warschau des frühen 20. Jahrhunderts. Stark ausgeprägte Laster locken sogenannte “Salutoren” an die nur du (und andere Thaumaturgen) sehen und an dich binden kannst im stärker zu werden.

    Rasputin scheint dabei eine große Hilfe zu sein, verfolgt aber auch ganz eigene Ziele.

    Das Spiel besteht viel aus herumlaufen, Hinweise suchen, Schlussfolgerungen ziehen und ausführlich animierten Gesprächsszene. Die Story ist spannend und das setting interessant und ansprechend. Viel action kommt aber selbst in den Kämpfen nicht auf, da diese eher auf strategischer Ebene fordern.