• schmorp@slrpnk.net
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    5 days ago

    Hier mal ein paar Anektdoten von Intelligenz und Intelligenz in der Übersetzungsbranchen:

    Witzig ist hier, dass in der Übersetzungsbranche schon seit Jahren mit KI gearbeitet wird. Wir sind die Pioniere der Large Language Models. Die funktionierten in der bisherigen Form als sogenannte Machine Translation gut, um Sachtexte schnell und somit günstiger zu übersetzen. Bei Literatur und Poesie, wo Sprache fließen soll - und manchmal in der Übersetzung ganz anders fließen muss -würde MT mehr Schaden als Nutzen bringen, selbst wenn jemand hinterher korrigiert. Denn die MT-typische Satz-für-Satz-Übersetzung steht jetzt schon da, und die kriegt man, einmal gelesen, nur schwer wieder aus dem Kopf. Außerdem soll man ja als Prüfer nur prüfen, nicht neu schreiben! Als Ergebnis wird die Sprache mit der Zeit immer flacher und gleichförmiger.

    Noch witziger: neuerdings haben in der technischen Übersetzung einige Kunden die Idee, dass man, statt für altmodische MT zu zahlen, den zu übersetzenden Text einfach nur selbst durch einen Chatbot jagen muss, und dann einen Korrekturleser darüber schauen lassen kann. Da der Chatbot nicht speziell für die Übersetzung entwickelt wurde, fliegen einheitliche Terminologie und einheitliche Übersetzung gleicher Segmente aus dem Fenster, stattdessen werden an zufälligen Stellen Rechtschreib- und Grammatikfehler eingebaut und Wörter dazuerfunden. Als ich den Scheiß gesehen habe konnte ich es erst gar nicht glauben. Der nächste Job in dieser Richtung, den ich mir andrehen lasse, wird richtig teuer für den Kunden, das steht fest.

    • MrIamsosmrt@feddit.org
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      ·
      4 days ago

      Ich hab schon 2019 als Werkstudent technische Texte mit deepl übersetzt. Die Kollegen waren alle ganz begeistert wie schnell ich darin war und wie gut die Arbeit war. Aber die Ansprüche an professionelle Übersetzer sind natürlich höher als an einen Studenten

    • You@feddit.org
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      5 days ago

      Ein Freund von mir fertigt Texte und Übersetzungen für Museen und öffentliche Stellen. Er gibt sich da richtig viel Mühe - soweit ich das beurteilen kann. Daher ist er manchmal in den verschiedenen Einrichtungen und hat auch schon gesehen, dass da jetzt manchmal auf ein Übersetzungsprigramm ausgewichen wurde. Bei einem Hinweisschild ist er als Native Speaker so angenervt von der miesen Übersetzung gewesen, dass er dem Museum kurz darauf per Mail eine Korrektur geschickt hat. War ein kurzer Text, ging also. Den begleitenden Hinweis zur mangelnden Qualität hat er mehrfach entschärft.

      • schmorp@slrpnk.net
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        ·
        5 days ago

        Hach ja, das Entschärfen von Klartext, das mache ich auch oft in diesem Zusammenhang. Vielleicht wäre die KI ja dort nutzbringend einzusetzen, bevor noch jemand den Verstand verliert dabei …

        • You@feddit.org
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          ·
          4 days ago

          Wahrscheinlich würde es zumindest sehr viel Zeit sparen. Ich bin mir sicher, dass das Verfassen des Hinweises deutlich länger gedauert hat als die Übersetzung ;D

    • A_norny_mousse@piefed.social
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      5 days ago

      Ein Verwandter war seit den 70ern bis ins neue Jahrtausend hinein (meist) technischer Übersetzer, ich sollte ihn mal fragen wie er darüber denkt. Zumindest die Anfänge der MT hat er noch im Berufsleben mitbekommen.

      Ich frage mich auch wie sich die Ausbildung zum Diplomübersetzer seither verändert hat.

      • schmorp@slrpnk.net
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        4 days ago

        Ich gebe zu, ich bin schon die billige nächste Generation, mit MT aber ohne Diplom. Ich fände es spannend, mehr darüber zu erfahren, wie sich der Beruf verändert hat!

        • A_norny_mousse@piefed.social
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          4 days ago

          Wir treffen uns bald, ich werd mal nachfragen.

          Gibt es Arbeit die du nicht annehmen kannst als unausgebildeter Übersetzer?
          Hast du jemals Wut/Frust erfahren seitens der Ausgebildeten?

          • schmorp@slrpnk.net
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            3 days ago

            Im Grunde gibt es nichts, was ich nicht annehmen könnte - ich habe mich immer von beglaubigten Übersetzungen ferngehalten, da ich selbst nicht beglaubigen kann, aber inzwischen mache ich das auch und jemand anderes beglaubigt das dann. Bei der Technik halte ich mich an das, was ich kann. Ganz viel Software, aber auch Automatisierung und Automobilbranche. Ich habe noch nie Patente übersetzt, da geht es dann wieder ins Rechtliche und da kenne ich mich wenig aus.

            Wut und Frust habe ich nie erfahren, das liegt vielleicht daran, dass technische Übersetzer:innen früher oft festangestellt waren bei der jeweiligen Firma direkt, vielleicht auch bei einer Übersetzungsagentur, heutzutage ist man meist als Selbstständige:r unterwegs. So läuft mensch sich selten über den Weg.

    • hendrik@palaver.p3x.de
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      5 days ago

      Angeblich machten Firmen wie Microsoft das inzwischen auch so. Also ich selbst nutze sowas nicht, aber mir wurde erzählt, dass dann sowas wie Microsoft Recall dann manchmal Recall heißt, manchmal aber auch Vorschau oder irgendwas mit Erinnern.

      Irgendwie wird sich halt üblicherweise sonst doch auf Fachwörter geeinigt, Produktnamen, konsistente Benennungen… Menschliche Softwareübersetzer kümmern sich ggf auch darum ob man geschlechtsneutral formuliert, seine Nutzer konsequent duzt, die Benennungen im Hauptmenü möglichst kurz hält…

      Also mir fällt dass in letzter Zeit ab und zu auch mal auf bei der Interaktion mit irgendwelchen Computersystemen. Aber Maschinenübersetzung ist schon echt viel besser geworden. Vor einigen Jahren war ja alles einfach nur sehr holprig bis unlesbar. Und heutzutage kann ich einfach so belibige japanische Websites besuchen oder mal Nachrichten auf Spanisch oder sonstwas lesen. Die LLMs können sogar Redewendungen und zumindest im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten versuchen den Stil des Originals zu übernehmen. Das finde ich schon recht nett. Wirklich perfekt isses auf der anderen Seite aber auch nicht.

      • A_norny_mousse@piefed.social
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        5 days ago

        Aber Maschinenübersetzung ist schon echt viel besser geworden.

        Aber in diesem Artikel geht es auch um Belletristik, und da sieht die Sache nochmal ganz anders aus. Ich persönlich gaube nicht dass KI in absehbarer Zeit da überhaupt irgendwo drankommt einen Roman sinnvoll übersetzen zu können. Das hat @schmorp ja auch schon angedeutet oben.

        Aber selbst davon abgesehen, lass dir von einem professionellen technischen Übersetzer erklären warum auch da die Maschinen noch lange nicht so weit sind. Sicherlich wird MT auch von den Profis eingesetzt, aber das Endprodukt so gut hinzukriegen dass der Kunde dich hinterher nicht verklagt wenn einem Arbeiter wegen unklarer Dokumentation der Arm in der Maschine verschwindet, efordert immer noch unersetzbares Know-How.

        • hendrik@palaver.p3x.de
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          5 days ago

          Ja stimmt. Ich glaub da auch nicht dran. Aber ich glaube auch so viele Versprechungen nicht was KI demnächst angeblich so alles kann. Bisher ist das meiste das da so rauskommt ja meist recht unterdurchschnittlich, bis gespickt mit Ungenauigkeiten und Fehlern. Und die KI, die viele Aufgaben auf einem akzeptablen Niveau erledigen könnte, müsste ja erst noch erfunden werden. Bisher sehe ich da viel Hype und wenig Anhaltspunkte für baldige, große Verbesserungen.

          • A_norny_mousse@piefed.social
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            5 days ago

            unterdurchschnittlich

            Ich halte mir gerne mal die “Erfolgsquoten” von OCR vor Augen, also auf Papier gedruckten Text digitalisieren.

            99% hört sich ja erstmal super an. Dann überleg mal: jedes 100te Zeichen ist falsch. Das kann kein Mensch lesen! 99,9% - schon besser. Sind aber immer noch fast 2 Fehler pro Seite. Das wird schnell unangenehm wenn man ein ganzes Buch lesen will.

            KI ist noch nicht mal auf dem 99% Niveau heutzutage.

            Anbei, ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal ein ordentlich prüfgelesenes Buch gelesen hätte. Das war früher besser. Da ist auch Automatisierung dran schuld.

            • hendrik@palaver.p3x.de
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              4 days ago

              Da spielt auch sicherlich der Anwendungsfall eine Rolle. Also ich versuche zum Beispiel meinen privaten Papierkram zu digitalisieren und in Paperless-NGX abzuspeichern. Da sind mir dann 99,x% genug wenn ich “Schornsteinfeger” eingebe und der mir mit 99% Wahrscheinlichkeit die letzte eingescannte Rechnung raussucht.

              Wenn man soetwas liest, sind die ganzen Fehler aber schon sehr störend. Ich hab auch ein wenig mit Sprachsynthese (TTS) herumgespielt und da ist es das genauso. Also ich würde gerne einen Artikel den jemand hier posted auch beim Wäscheaufhängen zuende hören, lasse mir das vom Computer vorlesen. Aber diese Systeme haben ja auch eine nicht zu unterschätzende Fehlerrate. Alle paar Sätze betont der irgendwas komisch oder spricht ein Wort ganz falsch aus. Da muss ich dann lachen, oder meine Konzentration ist erstmal futsch.

              Für wichtige Sachen kann man sowas natürlich nicht gebrauchen. Also um auf die Überserzung zurückzukommen… Ich hab mir auch schon chinesische Datenblätter von Bauteilen übersetzen lassen. Ansonsten hätte ich keine Chance das zu lesen… Aber da muss dann schon das richtige drinstehen… Wenn da Fehler drin sind kriege ich es entweder richtig angesteuert, oder im schlechtesten Fall macht es Puff und mein Bauteil geht in Rauch auf.

              Und das mit der Automatisierung: Also ich halte es für durchaus möglich Automatisierung und Digitalisierung auch gewinnbringend (für die Gesellschaft) einzusetzen. Ich habe eher immer irgendwie das Gefühl dass uns einfach Qualität nicht mehr so wichtig ist. Hab mich schon mit Leuten unterhalten und gefragt warum deren Werbung auf Instagram so hingerotzt aussieht und naja… Es reicht? Also das Publikum erwartet eh nicht mehr, deswegen wäre es Verschwendung sich mehr Mühe zu geben. Außerdem sind sie eh am Doomscrollen und machen noch 2 andere Sachen gleichzeitig und gucken nicht soo genau hin. Und wir sind inzwischen alle gewohnt, dass alles sofort geht. Also wenn man KI zur hilfe nimmt ist es in 20min erledigt und kann heute noch rausgehen. Wenn man sich Mühe geben würde und nochmal jemanden drübergucken lassen würde bräuchte man mehr Zeit und Geduld. Und die hat man nicht, oder bildet sich ein sie nicht zu haben.

              Gibt aber nach wie vor auch Leute, die wirklich tolle Sachen machen und sich echt Mühe geben.

              • A_norny_mousse@piefed.social
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                4 days ago

                Ich hab mir Mühe gegeben zu erklären wie groß der Unterschied zwischen 99% und 99,9% sein kann und du ersetzt es einfach durch ein x.

                Es war eh nur ein Beispiel; OCR funktioniert heutzutage ja ganz gut.


                Ich finde du schlägst jetzt ein bisschen zu breit; meine Kritik an künstlicher Dummheit heißt doch nicht dass ich allgemein technologiefeindlich wäre.

                • hendrik@palaver.p3x.de
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                  4 days ago

                  Nene, alles gut das wollte ich auch gar nicht unterstellen. Ich glaub ich hab einfach zu viel geschrieben 😅 Das war nicht unbedingt so gemeint, dass ich denke jemand anderes wäre hier anderer Meinung.

                  Das mit den Nachkommastellen stimmt natürlich auch, das ist natürlich ein krasser Unterschied. Ich glaub damit hab ich auch öfters zu tun, weil ich dann nicht die Marktführer-Software ausprobiere, sondern etwas das lokal läuft und gerne auch möglichst Freie Software ist… Und dann ist das manchmal nicht ganz so gut und ich hab dann nicht mehr 2 Fehler pro Seite, sondern 20 (beispielsweise) und das ist schon durchaus eine andere Hausnummer, das ist mir klar.

      • schmorp@slrpnk.net
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        5 days ago

        In einer Übersetzungssoftware mit integrierter MT gibt es ein gespeichertes Glossar, und das Programm verwendet bei der Vorübersetzung dann diese Begriffe. Auch da gibt es noch genug Sachen, die die Maschine nicht richtig hinkriegt und die dann vom Korrekturleser überarbeitet werden müssen - witzigerweise oft repetitive Sachen, die ich eigentlich nicht selber machen will sondern wo ich gerne eine Maschine dafür hätte: Satzzeichen, Dezimalstellen, Tags.

        Ein Chatbot ist wie ein LLM auf Psilos.

        • hendrik@palaver.p3x.de
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          5 days ago

          Interessant. Ja ich hab selten mit Übersetzung zu tun, außer dass ich manchmal ein paar Sätze für Freie Software einreiche oder verbessere. Aber das kommt dann aus meinem eigenen Hirn.

          Aber die machine translation ist dann wirklich ein spezialisiertes MT “modell”? Und nicht irgendeine Schnittstelle zu einem ChatGPT, was dann intern ge-prompted wird: Hey, übersetz mir das hier mal?

          Weil ich hab auch schon (Hobby-)Projekte gesehen, die sowas einfach mit einem LLM lösen. Da wird der Text dann einmal durchgenudelt und fertig ist die Übersetzung. Aber da wundert mich dann nicht, wenn es kein Glossar gibt. Oder der Chatbot großzügige Befugnisse hat es zu ignorieren, oder auch ganze Absätze umstelt oder auf eigene Kappe den Text “verbessert”.

          Ich nutze sowas eigentlich ungerne. Ich mag eher sowas wie die Übersetzungsfunktion im Firefox. Die ist nicht so “intelligent” das sie selbst Entscheidungen treffen könnte Sätze großzügig abzuändern. Das merkt man dem Resultat zwar auch an… dafür weiß ich aber auch, dass ich nicht von irgendeiner KI angeflunkert werde. Aber ich mach das auch nur für mich und nicht um das irgendwo zu veröffentlichen.

  • Linke Socke@feddit.org
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    5 days ago

    Ach was. Das wird doch spannend alle 3 Sätze sowas zu lesen:

    Harry war nicht nur ein Junge, sondern ein Zauberer! Hedwig war nicht Hermine, sondern eine Eule! Die Autorin dieses Buches war gar nicht cool, sondern Transphob! Es war nicht dies, sondern das!!!

    Seh das Problem nicht.

    (Offensichtlich /s)

  • A_norny_mousse@piefed.social
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    5 days ago

    Übersetzungen sind unfassbar wichtig. Keine KI kann das so dass da Literatur draus wird. Leute die so antworten wissen nicht was sie tun. Vergeben wir ihnen, aber zerknüllen die Umfrage und versuchen es nochmal nachdem wir sie informiert haben.

    Edith sagt dass der Ersteller der Umfrage, der Digitalverband Bitkom, vielleicht nicht ganz neutral ist hier.

  • You@feddit.org
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    5 days ago

    Für die repräsentative Umfrage wurden 1006 Personen vom 6. Juli bis zum 9. August in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Frage lautete: „Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie beziehungsweise Ihrer Meinung nach zu beziehungsweise nicht zu?“ Zur Auswahl standen:

    • „KI sollte eingesetzt werden, um Bücher zu übersetzen.“
    • „Der Einsatz von KI in Büchern sollte gekennzeichnet werden.“
    • „Ich mache mir Sorgen, KI könnte menschliche Autorinnen und Autoren ersetzen.“
    • „Ich würde es nicht erkennen, wenn ein Buch mithilfe von KI geschrieben wurde.“
    • „Ich finde es unproblematisch, wenn sich Autorinnen und Autoren beim Schreiben von KI unterstützen lassen.“
    • „Ich würde ein komplett von KI geschriebenes Buch lesen.“
    1. Wieso “sollte”? Das klingt eher danach, dass Verlage versuchen wollen die menschlichen Übersetzer auszuschleichen und schauen, wie Menschen darauf reagieren.

    2. Ja. Und zwar unter genauer Angabe, wofür sie verwendet wurde und ob das von einem Menschen kontrolliert wurde (unabhängig von den Vorschriften zur Angabepflicht bei KI)

    3. Kreative Prozesse unter Rückgriff auf die bereits existierende Kunst kann KI simulieren. Aber das ist keine Kunst für mich. Menschlichen Autoren wird damit aber jetzt schon etwas genommen - Aufmerksamkeit, Geld, ihre Kreativität wurde zum Training der KI geklaut…

    Eigentlich “ersetzt” KI die Autoren auch nicht wirklich, verdrängt sie aber. Das ist wie die neue verbesserte Rezeptur. Wenn die guten Zutaten rausgenommen werden, ist es ein anderes Produkt. Und während man Kunst durchaus auch als Produkt sehen kann, ist sie doch weit mehr als eine Möglichkeit Geld zu verdienen. Bei KI geht es aber für mich über das Geldverdienen nicht hinaus.

    1. Das ist die Frage. Gibt es schon Texte, wo ich es nicht erkenne? Und wie weit ist “mithilfe von KI” gefasst? Das spielt dann gleich bei der nächsten Frage mit hinein.

    2. Das ist so weit gefasst, dass es schwieriger zu beantworten ist. Wie wird KI eingesetzt und an welcher Stelle? Handelt der Autor dabei redlich?

    Ganz klar zu weit geht es, wenn dabei etwas herauskommt, wie die Geschichte, dass eine “Autorin” sich beschwert, dass ihr Claude-Abo plötzlich nicht mehr über die von ihr genutzten Features verfüge. Das bezog sich u.a. auf den prompt, einen Text "im Stil von [füge Namen von bekanntem Autor ein] zu verfassen. Dabei hätte sie doch Deadlines für x-Bücher/Geschichten einzuhalten. (Das war auf Social Media, nachdem die US-Regierung den Firmen verboten hatte, gewisse Funktionen für die Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.)

    1. Bekomm ich Geld dafür?
  • lautoe@feddit.org
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    5 days ago

    Gegen KI Übersetzugen ist auch nichts einzuwenden. Romane von einer KI würde ich niemals lesen, aber Sachbücher eventuell schon, sofern sie geprüft sind.

      • Ostfriesentee@feddit.org
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        5 days ago

        Ist das so? Ich hab’s noch nicht ausprobiert, aber das ist doch sicherlich vom Prompt, den Tools und den Prüfungen im Nachgang abhängig? Oneshotten kann man das aber sicherlich nur schlecht.