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Ich bin in Bayern am.Dorf in den 80ern und 90ern aufgewachsen.
Selbst da gab es das nicht, da wäre sonstwas los gewesen.
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, wo ich schon als Kind (Mädchen) Mitglied im Schützenverein werden konnte. Ich war sogar mal Schülerkönigin (Luftgewehr)… Der einzige Kampf zur Gleichberechtigung, den ich miterlebt habe, ging um ein bestimmtes Königsschießen, bei dem nur Männer mitmachen durften. Da sind seit Jahren nun auch Frauen erlaubt. Mir war nicht bewusst, wie es in anderen Vereinen teilweise noch läuft (auch in den befreundeten Vereinen waren Frauen relativ gleichberechtigt dabei). Das ist wirklich schockierend.
Ich war als Kind und Jugendlicher auch Mitglied im Schützenverein, sogar ganz grob in der Region, um die es im Artikel geht. War fast wie jeder andere Sportverein auch, mit Damen-, Herren- und Jugendmannschaften. Beim Königsschießen gabs vier Adler, jeweils einen für die Damen, Herren, Jugend und die Kinder. Es gab ja vor dem Wechsel zu den Erwachsenenmanmschaften gar keine Geschlechtertrennung.
Solche Diskussionen, ob Frauen und Mädchen Mitglieder sein, beim Umzug mitmarschieren oder auf einen Adler schießen dürfen, gab es gar nicht.
Nicht, dass es nicht sexistische Strukturen oder Rollenmuster gab, ich meine, wir reden immer noch über Dorfleben und Traditionen, aber einen Kampf, Mitglied werden, schießen und marschieren zu dürfen hätte bei uns niemand führen müssen.Kann mir wer erklären was zum Fick “auf einen Adler schießen” bedeuten soll? XD
Tut mir leid, nur für Insider (/s)
Es ist eine Zielscheibe, ein hölzerner Reichsadler, der so konstruiert ist, dass man nach und nach die Beine, Flügel, Hals mit Kopf und die Rumpfhälften abschießen kann.
Der Adler wird in Wettkampfdistanz aufgehängt, man schießt reihum auf das angezeigte Körperteil, und der*die Schütz*in, deren Schuss dafür sorgt, dass das Teil abfällt, bekommt eine Nadel, die in einer Zeremonie an die Tracht geheftet wird. Bei uns war es so, dass der Abschuss des linken Rumpfs die Vize- und des rechten Rumpfs die König*innenwürde bedeutet.Spannend! Bei uns gibt es den Hirsch, eine bewegte Zielscheibe in Hirsch-Form. Das war auch die einzige den Männern vorbehaltene Disziplin, als ich klein war. Inzwischen kann jeder Hirschkönigin werden.
Freut mich aber, dass Zustände wie in dem Artikel eher die Ausnahme zu sein scheinen.
Ich finde es spannend, wenn man diesen Artikel neben die ganzen FLINTA-Debatten legt. Und da werden dann Safe Spaces eingerichtet, in die keine Cis-Männer dürfen und vehement gegen Kritik verteidigt. Gleichzeitig wird hier jetzt auf der anderen Seite eine Institution per Bürgerinitiative angegriffen, die nur Männer aufnimmt. Ja, ich weiß, dass das ein völlig anders gelagerter Fall ist und dass das Thema FLINTA in dem Dorf höchstwahrscheinlich keiner kennt, aber trotzdem: Ich kann mir keinen Artikel vorstellen, in dem so wohlwollend über eine Initiative von Männern berichtet wird, die in einen FLINTA-Verein aufgenommen werden wollen.
Bin durchaus der Meinung, dass Männerabende ihre Daseinsberechtigung haben, und sogar im Sinne des Feminismus sind. Toxische Männlichkeit bekämpft man, indem man Gefühle zulässt, und einige Männer wurden in der Jugend so verkorkst, dass sie das nicht vor Frauen können.
Aber wenn es der Dorfverein ist, der Steuergelder von Männern und von Frauen einstreicht, und das die einzige Möglichkeit im Umfeld ist diese Aktivität auszuführen, dann ist das einfach der falsche Rahmen, um da an der Exklusivität festzuhalten.
Also man kann ja dann trotzdem noch einmal im Monat jeweils einen Männerabend und einen Frauenabend separat veranstalten, ohne die Leute generell vom Verein auszuschließen.
Schau dir mal Studentenverbindungen an. Die sind immernoch größtenteils geschlechtergetrennt.
Ansonsten muss ich auch sagen, dass ich keinen Bedarf an so einem Safe Space habe. Ich fühle mich eigentlich überall in meinem Leben sicher genug aufgrund meines Geschlechts; anders als viele meiner weiblichen Mitmenschen.
Was Männer eher brauchen, sind safe spaces um über Gefühle zu sprechen. Selbst die meisten engeren Männerfreundschaften bieten das nicht wegen erlernter gesellschaftlicher Hemmnisse
Weil Jens sein Akronym nicht erklären wollte und ich es nich kannte:
FLINTA* ist ein Akronym aus der queeren und feministischen Bewegung. Es steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Trans- und Agender-Personen.
Sollten Trans Männer von FLINTA-Veranstaltungen ausgeschlossen werden, weil sie Männer sind, oder teilnehmen, weil sie Trans sind?
Theoretisch sind trans Männer willkommen. Praktisch nicht wirklich. Sie müssen sich ständig erklären, weil sie eben als Männer wahrgenommen werden.
Bin in einer FLINTA Fechtgruppe und da muss sich niemand erklären. Wir haben Trans Männer und masc präsentierende Enbys und niemand hat die je als zugehörig angezweifelt.
Das ist toll! Ihr macht das vorbildlich! Ist halt nur leider nicht Standard.
Herzlichen Glückwunsch, das ist offiziell der dümmste Take, den ich heute lesen durfte. Und ich hatte Friedrich Schmerz im Nachrichtenfeed
Männer werden nicht diskriminiert und fast nie zuhause geschlagen, vergewaltigt oder ermordet.
Ich würde dir empfehlen, den Kommentar zu löschen.
Nur als Mann wenn man sich mit sowas überhaupt nicht beschäftigt hat, ist die Einstellung “FLINTA ja, traditionelle Orte mit Ausschluss von FLINTA nein” “interessant”.
Das ist halt wichtig, und ich kann mir das sehr gut vorstellen, auch weil ich als Mann selber nie Bock auf männerdominierte Orte wie Fußballspiele oder Kneipen hatte.
Edit: deine Grafiken darunter belegen den Punkt.
Ich bin da sehr sensibel, da mich das mal selbst getroffen hat und die Reaktionen der Umgebung wirklich irre waren.

Grob 20% der polizeilich bekannten Körperverletzungen in Partnerschaften werden von Frauen begangen. Es ist echt traurig, wenn ich so einen Post wie deinen lese, der Gewalterfahrungen absolut leugnet.
(Die Grafiken stammen vom BKA. Du darfst dir diese Statistik dann auch gerne mal in Hinblick auf die Dunkelziffer anschauen, weil Männer Gewalt ihrer Partnerin definitiv seltener anzeigen, auch weil es weniger Hilfsangebote gibt)
Hm, aber deine Grafiken belegen doch meinen Punkt, dass im Großteil Männer sind, die Straftaten begehen? Hast du nur auf die winzigen Prozentsätze geschaut, und nach einer Bestätigung für deinen Punkt gesucht?
Natürlich gibt es Ausnahmen, das habe ich auch nicht abgestritten. Männer sind strukturell fast nie diskriminiert, okay. In wenigen Fällen wie Erziehung sind sie es. Und ihnen wird häufiger misstraut. Aber ansonsten stimmt es ja offensichtlich.
Aber hier geht es ja um Räume und größere Zusammenhänge, da belegen die Statistiken, warum FLINTA-Räume relevant sind.
Du schreibst:
Männer werden nicht diskriminiert und fast nie zuhause geschlagen, vergewaltigt oder ermordet. Ich würde dir empfehlen, den Kommentar zu löschen.
Die Grafiken zeigen halt, dass etwa 20% der Opfer von Körperverletzungen in der Partnerschaft Männer sind. Und dass im Jahr 2021 dann 301 Frauen von ihren Partnern getötet wurden, aber auch 68 Männer. Was ich sagen will ist, dass es halt falsch ist, wenn du weibliche Gewalt einfach so nonchalant wegdiskutierst. 18,4% Wenn also grob jeder 5. Tote ein Mann ist, kann man sich einfach nicht hinstellen und sagen “Hey, denen passiert fast nie etwas, lösch bitte deinen Kommentar”.
Also jetzt mal Butter bei die Fische. Es geht im Artikel darum, dass Frauen in 2026 immer noch um gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kämpfen müssen, und du und noch ein paar Menners wollt da jetzt den Diskurs umdrehen, als ginge es um Safe Spaces? Samma, hackts? Schützenvereine sind keine Safe Spaces, Safe Spaces für Frauen aufzubauen ist keine Diskriminierung von Männern, und den Diskurs kapern zu wollen ist zum Kotzen. Raff dich, verdammte Axt.
Crazy oder?
Geht das auch ohne Beleidigungen und dem Hinweis, dass ich mich “raffen” soll? Ich persönlich halte es halt für zentral für Gleichberechtigung, dass alle Geschlechter dann auch gleich berechtigt sind. Wenn also der eine Verein ein Geschlecht aktiv ausschließen darf und dafür gefeiert wird und der andere ein Geschlecht ausschließt und dafür hart angefeindet wird, dann ist das erklärungsbedürftig. Wenn ein Frauenverein sagen darf, dass sie nur Frauen aufnehmen, warum sollte ein anderer Verein dann nicht mit dem gleichen Recht auch sagen, dass sie nur Männer aufnehmen? Das ist aus meiner Sicht eine völlig valide Frage und da musst du dann nicht mit unflätigen Beleidigungen wie “das ist zum Kotzen”, “hackts?” und “raff dich, verdammte Axt” kommen.
Ich weiß natürlich, dass ein so dorfprägender Schützenverein was anderes ist als deine kleine lokaler Frauen-Fahrradrunde. Aber ich sehe da trotzdem einen extremen Doppelstandard und dein Beitrag hat das leider nur bestätigt. Beleidigungen statt Begründungen helfen uns hier wirklich nicht weiter. Oder etwas zynisch gesagt: Wenn du jetzt als Mann in dem Tonfall gegen Frauen in Schützenvereinen gepostet oder Gewalt gegen Frauen relativiert hättest, dann würde dir das hart und zurecht als Frauenfeindlichkeit ausgelegt werden.
Ich werde mich nicht auf dein Derailing einlassen. Wie du selber sagst, es ist ein Unterschied zwischen dem Schützenverein, der gesellschaftstragende Strukturen repräsentiert, und den Safe Spaces, die FLINTAs sich schaffen. Keine Doppelmoral.
*(Mittel-)Alte wohlhabende Männer
Hm, hast du ein Beispiel, wo das bei anderen Männern anders ist?
Obdachlose Frauen sind wahrscheinlich mehr gefährdet als obdachlose Männer, bekommen aber evtl auch mehr Spenden.
Alte Frauen und alte Männer hängen mehr von der Gesellschaft ab, da hat es eventuell Vorteile als lieb und harmlos gesehen zu werden.
Als Kind wurde ich als Junge diskriminiert im Vergleich zu den Mädchen und übermäßig bestraft. Das ist wohl schon so, und durchaus toxisch. Liegt aber auch daran, dass Erzieher meist weiblich sind, und männliche Erzieher sehr schnell mit ekelhaften Vorwürfen zu kämpfen haben. Also ziemlich komplexes Thema.
In der Schule bekommen Mädchen oft gute Noten, jedoch sind Mädchen oft auch still, das sich bei mündlichen Noten nicht gut auswirkt. Fleißig und leise halt.
Menschen mit Migrationshintergrund werden gleich diskriminiert, egal welches Geschlecht. Nur dass die Frage “Religion oder Unterdrückung von Frauen” da nochmal weitere Probleme bereitet und evtl auch Frauen mit Kopftuch unter Druck setzt.
Im Berufsalltag ist die Frage klar. Frauen werden Erfolg, Leistung und Erfindungen eher abgesprochen, und der Gender-Pay-Gap ist real.
Männer werden nicht diskriminiert und fast nie zuhause geschlagen, vergewaltigt oder ermordet.
Also geht es um Rache oder wie genau?
Was hat das Auszusagen ob es okay ist jemanden auszuschließen?
Wtf. Check mal worum es hier geht, safe spaces um Menschen mit statistisch mehr als eindeutigen Nachteilen zu schützen.
Ich bezweifle, dass das eine good faith question ist, aber: nein, es geht nicht um Rache. Es geht darum Safe Spaces zu schaffen, in denen sich FLINTAs ausleben können, ohne, dass Männer Zugriff auf den Space haben und ohne, dass FLINTAs Sorge haben müssen, dass ihnen etwas in den Drink gemischt wird oder sie anderweitig von Männern belästigt werden.
Ich sehe wir werden uns da nicht einig.
Pardon aber ich kann und werde nichts akzeptieren was aktiv sexistische Ausgrenzung befürwortet. Und ich möchte wirklich nichts mit Personen die das unterstützen zu tun haben.
Zumal;
Du kannst Personen nicht nach ihren Äusseren ein Geschlecht zuordnen.
Eine Person mit bösen Absichten gibt einfach an sie identifiziere sich nicht als “Mann”. Für diese böse Person ist das kein Problem weil sie das eh nicht ernst meint, wie es schon öfters vorgekommen ist. (Siehe bekannte Rechts-Extremistin und diesen Polizisten).
Ihr wird Zutritt zu diesen “Safe-Space” gewährt.
Eine Person die Selbstbestimmung respektiert und daher nicht vorgibt ihr Geschlecht zu ändern darf nicht eintreten.
was ein hirnverbrannter shit take hahaha mimimi
Der Sexismus sitzt echt tief in diesem Forum. Die Aussage im Post über dir ist kurz zusammengefasst “Menschen können gut und schlecht sein und das lässt sich nicht pauschal am Geschlecht festmachen”. Darauf mit “was ein hirnverbrannter shit take” zu reagieren, ist halt purer Sexismus.










