Oh. Das dürfte interessant werden, wenn sich heraus stellt, dass closed Software Code aus FOSS-Bibliotheken verwendet hat. Bisher war es doch eher schwierig den Nachweis zu führen.
Die GPL bspw. gibt vor, dass dieser Code dann selbst wieder unter der GPL veröffentlicht werden muss.
wird immernoch schwer sein, da es für manche sachen nur wenige bis einen Algorithmus gibt und schwer nachzuweisen ist dass man nicht einfach eine ähnliche umsetzung dersselben idee hat und diese compiliert nichtmehr unterscheidbar ist. Wenn man irgendwelche Fingerprints oder andere identifier hat, wäre es bestimmt möglich
In der Tat. Doch wenn jemand vielversprechende Erfolgsaussichten sieht, wird er da Energie reinstecken. Es käme dann ganz auf den Umfang des geklauten codes an. Je länger das nicht markierte Zitat, desto einfacher ist der Plagiatsnachweis, im übertragenen Sinne.
Sicherlich. Ich sehe aber das hauptproblem dass KI-Modelle ja auf FOSS trainiert wurden und so die wahrscheinlichkeit erhöht ist diese zurückzuübersetzen. Beziehungsweise man müsste einen richter überzeigen dass das nicht der fall ist um so den original code anfordern können. quasi “KI hat teile unseren codes bei denen wiedergefunden, hier sind paar signifier dass es unser code ist da diese exklusiv für unsere implementierung sind. Wir fordern jetzt die herausgabe des original codes um unsere vermutung zu bestätigen”. So läuft das discovery in vielen zivilklagen ja schon ab, vom prinzip her.
Wie das Urheberrecht mit KI zusammenspielt, ist keine wirklich rechtlich geklärte Frage, denke ich.
Andersherum. Wenn mittels reverse - engineering nachgewiesen wird, dass jemand GPL code in seinem closed source product verwendet hat. Also mithilfe von AI reverse engineeren und sehen, dass jemand Lizenzbedingungen nicht eingehalten hat. Dann griffe die GPL des geklauten Codes und der closed source Code müsste als FOSS code bereitgestellt werden.
Man stelle sich vor irgendjemand bei MS oder Adobe hätte GPL code unrechtmäßig genutzt. Oder irgendein bekannter Gaming Engine Hersteller.
Ach so, so meintest du das; das ist mir aus dem obigen Kommentar nicht ganz klar geworden, ich hab wohl ein paar Mal zu oft die Idee gelesen, man könne eine Open-Source-Lizenz erfinden, die KI-Scraping verbietet …
Es gibt Urteile aus den USA nach denen man kein Copyright auf KI-Output claimen kann.
Womit die GPL-Lizensierung dann hinfällig wäre, denn der ursprüngliche “Autor” hätte nicht das Recht, die Lizenz zu ändern.
Wobei ich nicht weiß was dann für eine Lizenz statt dessen Anwendung findet. Intuitiv würde ich WTFPL sagen.
Es würde keine Lizenz Anwendung finden. Das Urheberrecht würde einfach nicht gelten. (Man muss für etwas das Urheberrecht haben, um anderen Personen eine Nutzungslizenz ausstellen zu können.)
Also in den meisten Fällen ist die Software dann einfach gemeinfrei, so wie Kunstwerke von Künstlern, die schon lange tot sind.
Ich halte die WTFPL nicht für eine brauchbare Lizenz, aber in der Theorie möchte sie die Software bereitstellen, wie wenn sie gemeinfrei wäre, also ist nicht so unähnlich.
Es gibt Urteile aus den USA nach denen man kein Copyright auf KI-Output claimen kann.
OK, ja, das ist ein Aspekt, der tatsächlich relativ klar ist. KI zu prompten, ist kein kreativer Prozess.
Ein anderer ist: Sollte KI-Training das Einverständnis der Urheber der Trainingsdaten erfordern? Und noch ein anderer: Ist KI-Output ein abgeleitetes Werk von allen oder manchen Trainingsdaten? Davon hängt es nämlich ab, ob die GPL verhindern kann, dass Entwickler proprietärer Software KI verwenden, die mit GPL-Software trainiert wurde.
Davon hängt es nämlich ab, ob die GPL verhindern kann
Die GPL kann nichts verhindern wenn sie nicht anwendbar ist, weil der Inhaber des jeweiligen GitHub Repos kein Copyright auf den Code hat der da liegt.
Die wirklich interessante Frage, IMO, ist, wie Code zu lizensieren ist für den keine Person Copyright claimen kann.
Die GPL kann nichts verhindern wenn sie nicht anwendbar ist, weil der Inhaber des jeweiligen GitHub Repos kein Copyright auf den Code hat der da liegt.
Reden wir jetzt von dem Code, der als KI-Trainingsmaterial verwendet wurde, oder dem, der mit KI generiert wurde? Das Szenario, an das ich dachte, war, dass ersterer (!) unter GPL steht.
Die wirklich interessante Frage, IMO, ist, wie Code zu lizensieren ist für den keine Person Copyright claimen kann.
So interessant ist das nicht, es ist relativ einfach: darauf kann man jede Lizenz picken, die man will, sie wird so oder so nicht durchsetzbar sein, denn das, worauf man kein Urheberrecht hat, kann man auch nicht lizenzieren.
Reden wir jetzt von dem Code, der als KI-Trainingsmaterial verwendet wurde, oder dem, der mit KI generiert wurde? Das Szenario, an das ich dachte, war, dass ersterer (!) unter GPL steht.
Mir ging’s um den generierten Code. Klar, Lizenz als Trainingsmaterial wäre eine Sache die modernes Urheberrecht vorsehen sollte.
Mit dem Grundsatz dass generierte Daten nicht copyrightbar sind ist es ja effektiv egal was das Trainingsmaterial war.
Nein, so funktioniert Urheberrecht nicht.
Der LLM generierte Quellcode bekommt kein zusätzliches Urheberrecht wie es z.B. bei einer menschlichen Textübersetzung in eine andere Sprache der Fall wäre. Davon ist das ursprüngliche Urheberrecht aber völlig unbetroffen.
Rechtlich unklar ist lediglich ob das LLM selbst ein abgeleitetes Werk des Trainingmaterials ist.
In der Praxis muss man leider davon ausgehen das LLM generierter Quellcode viele unlizensierte Bestanteile hat, und in Streitfällen wird wohl der Fakt das der beanstandete Quellcode im Trainingsmaterial enthalten war zu Gunsten des Klägers ausgelegt werden.
Open Source Papst ist der genau so wenig wie z.B. Richard Stallman.
Furchtbar gestelzt drückt er sich aus - im besten Fall. Im schlimmsten Fall beschimpft er Andersdenkende und hält sich an keine Nettiquette mehr.
“Streitbar” ist eine Beschönigung.
Wurde von der OSI Mailing-Liste (ja, genau die OSI die er mitbegründet hat) gekickt deswegen.
Kein Wunder dass er noch Xhitter benutzt.
Was er anspricht ist natürlich wichtig. Aber bitte keinen Personenkult.
Ich finds immer lustig das solche sachen als grandiose entwicklungen gesehen werden, obwohl heuristische tools schon 60-80% decompilieren konnten und es von vornherein klar war das sprachmodelle Programmcode aka Sprache lösen können, besonders wenns eine form von Lückentext ist.
Meiner Meinung nach lässt sich der “call graph” von Codefragmenten, wie er für die Berechnung der Cyclomatic Complexity benutzt wird, aus Binärcode extrahieren. Ich denke das so erzeugte Graph-Muster ist robust gegen Umbenennungen und triviale Änderungen von Quellcode, und daher geeignet, Binärprogramme auf enthaltenen Open Source Code zu fingerprinten, bzw mit Graph Datenbanken nach dem ursprünglichem Code zu suchen.
Langfristig habe ich Zweifel, ob das etablierte Copyright die neue Technik und ihre Ausbeutung ohne erhebliche Deformationen übersteht.
Kurzfristig führt diese Konstellation jedoch vor allem zu massiven Sicherheitsproblemen für z.B. Smart Home Geräte - aber vielleicht auch kritischere Dinge - die Open Source Codes halt einfach geklaut haben, aber keine vernünftige Update-Möglichkeit eingebaut haben.
Allerdings eher ein Problem für Stealware-Hersteller als für die FOSS Projekte selber.
Es ist einerseits toll wie viel KI die alte Verhältnisse verschiebt. Auch im Web-Scraping etc.
… und andererseits???
Alles andere über die KI
deleted by creator
Naja closed source wurde schon an vielen Ecken und Enden durch Software als Service ersetzt. Da gibt’s dann gar keinen Code.
Jetzt verrate mir mal wie eine “software” die keinen Code enthält irgendetwas machen soll…
Natürlich gibt es dafür Code, SaaS hin oder her. Egal ob das jetzt lokal auf einem Computer oder über das Internet erreichbar auf einem Server läuft.
Das ist ja eben nicht egal, wenn auf das Kompilat keiner mehr Zugriff hat, um es auseinander zu nehmen.
Irgendwer hat darauf Zugriff. Ob befugt oder nicht ist ein anderes Thema. Es ist aber faktisch einfach falsch zu sagen das kein Code existiert. Zumal es für blindes Reverse engineering irrelevant ist ob du den original Code hast oder nicht solange du den exakt selben Output generieren kannst. Und das kannst du auch ohne direkten Code Zugriff testen.
Die Aussage war nicht so gemeint, dass kein Code existiert, sondern dass der interessante Teil vom Code nicht auf deiner Maschine läuft
Dies, danke :) ich dachte das sei klar.
Ja lol. Du bist aber ein ganz witziger.










